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JAPAN!! – Teil 4: Berge <3

Tag… 5 in Japan? An dem Tag war ich wieder alleine unterwegs. Es ging nach Nikko, eine Stadt nördlich von Tokyo, die ich schon damals vor 3 Jahren besuchen wollte, allerdings nicht die Chance dazu gekriegt hatte. Dort gibt es unter anderem den berühmten Rinnô-ji Schrein und das Mausoleum von Tokugawa Ieyasu, einer historisch wichtigen japanischen Figur (ich gehe mal auf keine Details ein, es soll ja kein Geschichtsunterricht werden hier).

Bevor ich aber Tokyo verlassen konnte, musste ich mich einer Challenge stellen: meiner ersten Fahrt mit dem Shinkansen. Der Bahnsteig hatte lauter bunter Schilder mit Nummern drauf und alle Ansagen waren auf Japanisch, also ignorierte ich sie einfach.

Wie es sich herausstellte, gibt es im Shinkansen ganze Wagen für reservierte Plätze und ganze Wagen für nicht reservierte Sitze. Also nicht wie im ICE, wo man einfach in irgendeinen Wagen stürmt und hofft einen Sitzplatz abzukriegen, wenn man keine Reservierung hat. Wenn man also einmal das System verstanden hat, macht es wirklich Sinn und erspart einem etwas Stress.

Hach ja, Shinkansen. Es war Liebe auf den ersten Blick. Die Dinger sind krass schnell und man hat so viel Beinfreiheit, da kann der ICE tatsächlich nicht mithalten. Die Tickets sind allerdings auch nicht günstig, aber mit meinem JR-Pass war es für mich kein Problem.

Angekommen in Nikko merkte ich sofort, dass man raus aus der Großstadt ist. Die Luft war frischer, es waren nicht so viele Leute da und man konnte Berge sehn. So schön!

Ich entscheid mich nicht den Bus zu nehmen sondern bis zum Schrein zu laufen. Mit 30 MInuten Laufzeit ist es auch keine Herausforderung und so konnte ich mir die Gegend anschauen, während ich einen Kaffee aus einem Automaten schlürfte. Hier blühte sogar noch die späte Sorte von Sakura, ein schöner Kontrast zu dem Dunkelgrün der Berge.

Da die Stadt von Bergen umgeben ist, müssen die Leute kreativ werden. Dieses kleine Haus hat einen Garten, das in mehreren Stufen am Anhang gepflanzt wurde. Irgendwie fand ich das richtig sympatisch.

Zwischendurch machte ich einen Stopp an einem übersehenen Tempel, wo ein einziger alter Opi da war.

Über den Fluss erstreckt sich die Shinkyo Brücke, die den Anfang des Geländes markiert, das dem UNESCO Weltkulturerbe angehört. Darauf posierten Mädels in Kimonos, was andere Touristen, wie mich, mit ihren Kameras erfreute.

Das Gelände mit mehreren Tempeln und Schreinen ist auf einen Hügel gebaut. Dies hieß Treppenlaufen.

Schon am Eingang zum Schrein hatte man diese beeindruckende Pagode stehen.

Der Tempel alleine war anscheinend nicht genug, also gab es noch eine Bonsai-Baum-Ausstellung.

Ich wusste gar nicht, wohin mit meiner Kamera. So viele Eindrücke, die man einfangen möchte. Im Endeffekt entschied ich mich mir Zeit zu nehmen und nicht jedes kleine Detail zu fotografieren. In dem Versuch alles einzufangen, vergisst man manchmal sich die Sachen direkt und nicht durch die Kamera anzuschauen.

Fantasieelefanten.

Eins der Highlights waren natürlich die Affenschnitzereien, die das Leben eines Menschen darstellen sollen. Unter anderem natürlich die drei Affen, die nichts Böses hören, sagen oder sehen, was die Unschuld eines Kindes symbolisiert.

Menschen sind schon krasse Wesen. Dass sie sowas erbauen können:

Den Schrein selbst sah man leider kaum, was an den Restaurationsarbeiten lag. Auch konnte man im Innerem nicht filmen, also gibt es keine Berichte darüber. Aber eins kann gesagt sein: es war mega posh.

Ein weiteres sehr berühmtes aber kleines Element ist die schlafende Katze.Auf der Rückseite befinden sich Spatzen. Beide Abbildungen zusammen stellen Koexistenz von sich normalerweise verfeindeten Spezies darstellen. Allerdings sollen im Spatzenbild irgendwo Krallen erkennbar sein, was darauf hinweißt, dass die Ruhe nur vorübergehend ist. Wusst ich doch, dass es da noch eine Wendung geben muss.

 

Noch mehr Treppen auf dem Weg zum Grab von Ieyasu:

Und das Grab selbst:

Der Wald da ist wunderschön:

Und da man nicht genug Tempel und Schreine sehen kann, ging ich noch im Anschluss zum Taiyû-in Tempel. Nach noch mehr Treppen hat man unter anderem diese wundervolle Aussicht gehabt. Sie soll einem daran erinnern, wie unsere Welt aussieht, wenn man auf sie vom Himmel aus hinabschaut. Wenn doch nur jeder von uns so einen Garten hätte.

Der Tempel hatte noch mehr Poshness zu bieten:

@__@ so viel Gold

Dann wurde es höchste Zeit zu essen, denn es war eigentlich schon später Nachmittag und ich hatte noch gar kein Mittagessen. Es gab zwar nur Essen aus dem Convini, dafür aber mit super Aussicht:

Eigentlich hatte ich danach noch vor zu einem Wasserfall zu fahren, aber das Bussystem in Nikko war mega unübersichtlich und auch zu teuer. Und es fing dann auch noch an zu regnen, also entschied ich mich einfach zurück nach Tokyo zu fahren. Eine gute Entscheidung, denn als ich im Zug saß, ging ein Gewitter los. Das konnte ich dann dafür während der Fahrt im Trockenem genießen. Gewitter können sehr romantisch sein, wenn man gerade nicht draußen ist.

Euch noch einen schönen Sonntag Abend!

Eure Olschi.

 

 

 

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