JAPAN!! Teil 10: der Abschluss

Meine letzten 2 1/2 Tage in Japan fasse ich in einem Beitrag zusammen. Somit ergibt sich eine Runde Anzahl von 10 Einträgen.
Ich stand wieder relativ früh auf und machte mich auf dem Weg zum Bahnhof. Unterwegs musste ich noch ein Video von diesem vorbei fahrenden lokalen Zug machen. Mit dem Berg und dem Schloss im Hintergrund, sieht es wie ein Abschnitt aus einem Ghibi-Film aus (nur sehr viel pixeliger).

Die Zugfahrt war übrigens wunderschön, nur stand ich auf der falschen Seite und konnte schlecht die Leute beiseite schieben, um zu filmen. Der Zug fuhr direkt der Küste entlang und man konnte wunderbar all die kleinen Inseln sehen.

Ich bin übrigens so früh aufgestanden, weil mein Programm für den Tag mehr als ambitioniert war. Ich wollte das Schloss von Himeji besuchen und den goldenen Tempel in Kyôto, und das während die Golden Week noch gar nicht vorbei war. An beiden Orten wuselt es nur so von Touristen und ich hab sogar gehört, dass man eventuell in das Himeji-Schloss gar nicht ohne Buchung rein kommt. Also machte ich mich auf den Weg und hoffte auf das Beste. Und sieh einer an, ich konnte relativ schell ein Ticket für Himeji-Jô (Jô = Schloss) kriegen und auch sofort rein gehen, weil ich eben so früh da war. Natürlich gab es bereits eine Schlange und an einigen Stellen ging es nur langsam voran, aber so ist es eben an Orten, die zu UNESCO Wetlkulturerbe gehören.

Das Schloss wurde erst vor kurzem neu restauriert und erschien in seiner vollen Pracht.

Nun denkt ihr bestimmt „Genug von den Bildern von Außen, wir wollen das Schloss von innen sehen!“ Natürlich habe ich auch daran gedacht, deswegen kommen hier in paar Fotos. Bitteschön!

Bitteschön!

BITTESCHÖN!

Ich bin so ein Fotografiegenie. Das Innere ist aber sowieso eher was für Architekturbegeisterte. Beim Erbauen des Schlosses wurden nämlich keine (!) Nägel benutzt. Es ist alles relativ minimalistisch und rein funktional gebaut. Es gibt viele enge, steile Treppe wo sich so einiger Tourist schon den Kopf eingeschlagen hat.

Uuund weder draußen.

Wohl das am besten gelungene Foto an dem Tag. Dieses Schloss ist aber auch echt fotogen. Man kann nicht anders, als Tausende von Fotos zu machen.

Für einen kleinen Aufpreis von gerade mal 50 Cent oder so, konnte man ein Kombiticket kaufen, das auch die nebenstehenden Gärten mit beinhaltet hatte. Da ich Gärten liebe, habe ich mir die Option natürlich geholt. Es gibt gleich mehrere unterschiedliche Gärten, jedes mit seinem eigenem Thema (z.B. Kräuter oder Bambus) und das Beste: es gab kaum Menschen dort. Also super geeignet, um sich mal von dem Lärm zu erholen.

Diese Farbe fasziniert mich so:

Bambuswald!!!

Dann musste ich im Japanischer-Tourist-Tempo weiter, um ein weiteres, viel zu bekanntes Objekt zu sehen. Und das lag in Kyôto. Also rein in den Sinkansen und raus an der Kyôto-Station. Dort entdeckte ich dieses Poster. Und zwar rekrutiert das McDonalds am Bahnhof neue Angestellte… bei solch einem Poster kriegt man das Verlangen direkt mal anzufangen. Und dann lebt man wie eine Anime-Figur!!!

Genug Ablenkung! Ich hatte nicht mehr viel Zeit, bis alle Tempel für den Tag die Tore zumachen würden. Die Busfahrt war relativ lang und die letzte Strecke musste ich fast rennen, um noch rechtzeitig da zu sein. Und wie es sich herausstellte, hatte ich mal wieder Glück, denn es waren kaum noch Leute da, weil es eben so spät war (Ach da war mein Glück für das Jahr 2017 also abgeblieben. Ich hatte mich schon gewundert, wann ich es denn aufgebraucht hatte.)

Der Goldene Pavillon ist einer der berühmtesten Motive, die man auf japanischen Postkarten finden kann und gehört ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe. Und ich muss sagen, ich verstehen, warum er so bekannt ist. Guckt euch das an. Wie hübsch ist das denn?

Obwohl man eigentlich noch in der Stadt Kyôto ist, fühlt es sich an, als wäre der Tempel von dem Rest der Welt abgeschnitten, durch den kleveren Gartenbau nehme ich an.

Glücklich und auch total fertig machte ich mich auf den Weg zum Hostel, wo ich schon zuvor meinen Koffer abgeliefert hatte. Es war übrigens mega günstig und total neu. Obwohl das Zimmer 16 Betten gefasst hatte, war es bisher eine der ruhigsten Nächte, die ich hatte. Frühstück war inklusive.

Für den nächsten Tag hatte ich eigentlich Pläne, bis abends mein Zug nach Tôkyô ging. Aber ich war immer noch fertig von all dem Laufen und den Eindrücken der vorherigen Tage. Also entschied ich mich stattdessen alle meine Postkarten abzuschicken, etwas zu shoppen und Pôkemon Go zu spielen… Also bin ich wieder nur gelaufen. Aber hey, ich konnte koreanisch essen. Und es war sooo gut!

Abends wurde ich von ein paar Freunden in Tôkyô empfangen und wir gingen gemeinsam essen. Im Endeffekt sah meine letzte Nach in einem Hotel/Hostel so aus: sich im Bad umziehen, in das dunkle Zimmer rein schleichen, ohne jemanden zu wecken, seine Sachen im Dunkeln ertasten, vom Schnarchen anderer Leute nicht ordentlich schlafen können, sich früh wieder aus dem Zimmer raus schleichen, im Bad umziehen und endlich auf dem Weg zum Flughafen machen. Hoffen, dass man nichts im dunklen Zimmer zurück gelassen hat. Ich weiß bis heute noch nicht, wie mein Zimmer eigentlich aussah.

Der Flug zurück verlief glatt und als ich abends in Hamburg angekommen war, war ich einfach nur total fertig. Aber eine Gute Sache hatte es: durch den Jetlag hatte ich ausnahmsweise keine Probleme mit den Frühschichten!

Zusammenfassend kann ich sagen, dass der Urlaub mehr als erfolgreich war. Ich konnte alle Seiten Japans genießen: die schrille, flippige Seite der Fandoms, Musik und des Shoppings. Aber auch die ruhige, traditionelle Seite, wo die Zeit etwas langsamer zu verlaufen scheint. Für meinen nächsten Urlaub nehme ich mir vor, mehr von der Natur Japans zu erfahren und ein paar abgelegenere Orte zu besuchen.

Als P.S. poste ich meine ganze Ausbeute, für Leute, die es interessiert.

Die komplette Serie eines meiner Liebingsmangas: Tonari no Kaibutsu-kun, Band 1-13. Die habe ich gebraucht im Book Off geholt, für ca. 2 € pro Stück. Ein Schnäppchen! Ich lese ihn gerade jeden Morgen, um mein Japanish nicht komplett zu vernachlässigen. Und hach, ich entdecke immer noch so viele subtile Nachrichten und Gefühle da drin. Der Manga ist einfach wunderbar. Es gibt einen Animeadaption, die deckt aber nur die ersten 5 Bände ab.

Zeichenkram!!! Die Metallfarben konnte ich schon ausgiebig testen. Außerdem holte ich mir einen Pinsel, einen Cutter, Stempel, Le Plume Marker, die in Japan so unverschämt günstig sind, Fedespitzen, Lineale, rote und schwarze Schreibstifte und Tusche „ink“, die von vielen Mangaka in Japan verwendet wird.

Origamipapier mit Struktur, das ich für meine handgemachten Lesezeichen verwendet habe, Postkarten, Anhänger, Untersetzer und Papiertüten, die ich vor allem auf dem Weihnachtsmarkt in Lüneburg verwenden konnte.

So ein Body Towel Schwamm Dingens… es schäumt so schön und hat gleichzeitig ein Peelingeffekt. Ein Waschlappen aus dem Hotel in Izu, Gesichtsseife von Muji (reicht für ewig, ich benutze es immer noch und habe gerade mal die Hälfte verbraucht oder so), Tabi-Socken, einfache Socken (aber nicht für mich), Reispapier für das Gesicht und ein Pflegeset, ebenfalls aus dem Hotel. Kommt in mein Reisetäschen.

Eine Bentobox und ein Modemagazin, weil diese gut zur Inspiration sind.

Sticker und Washi-Tapes. Die B-Side Label Sticker unten haben richtig gute Qualität und eignen sich super für Laptops, Handys etc. Der creepy Bär verziert jetzt meinen Laptop.

Snacks! Eine Box aus dem Isshin Süßigkeitenladen auf Izu. So ein scharfer Snack den man überall in Japan kriegt, Süßigkeiten, die ich von dem älteren Paar in Onomichi gekriegt habe, Chikin Râmen im Miniformat, Omiyage, das uns Desearus Freunde gegeben haben, und Furikake, was man auf Reis streut, um ihmzu würzen. Meist sind Seetang, Sesam, Ei etc. drin.

Und Süßktam, den ich im Laufe der nächsten Tage an meine Freunde verteilt hatte. Wer konnte was abkriegen?

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