JAPAN!! Teil 6: Nice to meet you, Fuji-san!

Ein neuer Tag, eine neue Süßigkeit. Erinnert ihr euch noch an den alten Mann, der für uns extra eine Süßigkeit passend zur Jahreszeit hergestellt hat? So sah sie aus. Und inspiriert war sie vom Blauregen, einer Pflanze, die im April, Mai in Japan blüht. Es ist wirklich eine Kunst, das Wesen einer Pflanze durch eine Süßigkeit auszudrücken

 

Blauregen

Soweit ich mich erinnern kann, hatten wir zum Frühstück lauter Krams aus dem Convini (Abkürzung für convenience store), wovon ich blöderweise keine Fotos gemacht habe.

Dann ging es zum Mt. Omuro, einem kleinen Berg, von dem man eine wunderbare Aussicht auf die Umgebung haben soll. Der Weg dahin hat sich als ziemlich herausfordernd erwiesen. Die Sonne wurde ziemlich intensiv für die Jahreszeit und es ging nur bergauf, aber zum Glück konnten wir unsportlichen Tanten einen Aufzug zur Spitze nehmen. Hach, wunderbare Aussicht und frische Brise.

Der Beg war früher mal ein aktiver Vulkan, dessen Krater mittlerweile mit grünem Gras bewachsen ist. Unter konnte man Bogen schießen. Leider nichts für meine dünnen Ärmchen.

Beten konnte man auch. So weit oben ist man den Göttern bestimmt auch näher.

Relativ spät ist uns aufgefallen, dass man sogar Fuji-san von da aus sehen konnte. Na ja, wenn man ganz genau hingeguckt hat, zumindest. Wer die Spitze im Video erkennen kann, kriegt einen imaginären Keks.

Von sooo vielen Rumlaufen, mussten die Kräftereserven natürlich wieder aufgestockt werden. Im Lokal direkt am Fuße des Mt. Omuro habe ich eine Schüssel Reis, mit Seetang und Wasabi bestellt, das mit grünem Tee übergossen wird. Leider weiß ich nicht mehr, wie das Gericht hieß. Desearu und ich wollten auf jeden Fall Sojasoße dazu haben, weil es für uns etwas dünn war. Doch als Desearu danach gefragt hat, haben uns die Frauen, die das Lokal betrieben, nur erstaunt angeschaut. „Ist es etwa zu fade?“ Man konnte ihnen die Enttäuschung richtig ansehen. Da man in Japan normalerweise immer Sojasoße auf den Tisch stehen hat, haben wir uns nicht gedacht, dass es eine richtige Beleidigung für den Koch sein kann, nach Sojasoße oder Ähnlichem zu fragen. Weil man damit indirekt sagt, dass das Gericht nicht gut genug ist. Wir haben natürlich noch verzweifelt versucht zu erklären,dass das Gericht durchaus lecker ist, bloß sind unsere Zungen Unmengen an Salz (und Glutamat) gewohnt. Aber der Schaden war angerichtet. We’re so sorry, obaa-chans!

Mmmm, Wasabi!

Eine Busfahrt und einen kurzen Fußweg später, hielten wir bei der Pâtisserie Lemon no Mori (Zitronenwald?) an, um Nachtisch zu holen. Jedes einzelne Stück Kuchen sah umwerfend lecker aus, da fiel die Auswahl echt nicht leicht. Ich habe mich für dieses Erdbeer-Mochi entschieden. Dazu Eiskaffee.

Noch ein paar Eindrücke, wie die Häuser so in der Umgebung aussehen.

Wir kamen an so einem thailändischen Hotel vorbei, dessen Thematik deutlich von Fröschen inspiriert ist.

Sogar der Bus ist ein Frosch.

Zu Abend gar es das leckerste Tempura, das ich je hatte. Diese Aubergine… so, so lecker!!! Auch hier hat Desearu geschafft die Besitzer zu beleidigen, indem sie diese nach Sojasoße gefragt hat (ach ja, diese Sucht immer).

Aber sie nahmen es uns nicht so übel und waren begeistert von dem 2000 Yen Schein mit dem wir bezahlt haben, denn diese sieht man in Japan anscheinend ganz selten (wenn man in Deutschland Yen bestell, ist die Wahrscheinlichkeit größer sie zu kriegen als in Japan selbst). Und dann haben sie uns als Wechselgeld einen 500 Yen Schein gegeben!!! Diese sind nun wirklich selten, denn sie werden gar nicht mehr gedruckt. Da die Besitzen des Lokals noch mehrere davon besaßen, gaben sie uns einfach einen. Wie cool ist das denn?

Was konnte ich von Izu mitnehmen? Die Einheimischen sind unglaublich herzlich und gastfreundlich. Im hektischen Tokyo hat die Bedienung einfach keine Zeit, um sich mit den Kunden zu unterhalten. Hier scheint alles im langsameren Tempo zu laufen, man nimmt sich Zeit für jeden einzelnen Menschen. Und man genießt die Dinge in ihrer Schlichtheit, ohne Sojasoße.

Als Abschluss ein kurzes Video von der Fahrt zurück.

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